
Kuba ist ein Land der absoluten Gegensätze. Der teilweise morbide Charme der Hauptstadt Havanna paart sich mit nahezu unberührten Landstrichen und traumhaften weißen Sandstränden, an denen der Wind leise durch die Kokospalmen rauscht. Erholungssuchende und Aktivurlauber kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten.
Die Insel gehört neben Jamaica, Hispaniola und Puerto Rico zu der Inselkette, deren Bogen eine Verbindung zwischen dem nord- und südamerikanischen Kontinent bildet. In diesem Urlaubsland gibt es mehr als 250 Flüsse, die aber durch die permanente Abholzung der Wälder leider immer mehr austrocknen.
Die Hauptstadt Havanna liegt an der eher felsigen Nordküste der Insel und hier sollte ein Urlaub auf Kuba beginnen. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und beeindruckt durch die teilweise barocken Bauten und neoklassizistischen Monumente, die seit Jahren liebevoll restauriert werden. Sie steht in einem krassen Gegensatz zum Stadtteil Centro Habana, in das sich nur wenige Touristen verirren. Hier scheint die verfallende koloniale Pracht dem Untergang geweiht zu sein. Aber es sind diese krassen Unterschiede, die Havanna für den Tourismus so ungeheuer interessant machen. Touristisch lohnende Ziele findet man als Reisender in Havanna nahezu überall. Besuchen Sie doch z. B. die Zigarrenfabrik und lassen Sie sich die Herstellung der weltberühmten „Havanna“ einmal nahebringen.
Am Abend sollten Sie einen Spaziergang zum Foralessa de San Carlos de la Cabana unternehmen. Mit Kanonenschüssen wird hier der Übergang vom Tag zum Abend eingeleitet. Ein wenig bizarr, aber durchaus beeindruckend, ist ein Rundgang über den größten Friedhof Lateinamerikas. Der Friedhof Cristobal Colon ist eine eigene kleine Stadt aus Marmor und gleichzeitig eine Dokumentation über die wechselvolle Geschichte der Insel und ihrer Bewohner.
Die von den Reiseveranstaltern bevorzugten Strandgebiete auf Kuba liegen in den Regionen Varadero, Havanna, Valle de Vinales, Cayo Coco und an der Nordküste bei Holguin. Die Playa Guardalacava zeigt am eindrucksvollsten, wie vielfältig sich ein Badeurlaub auf dieser Insel gestalten lässt. Idyllische kleine Buchten, drei ausgesucht schöne Strände und das vorgelagerte Riff machen diesen Ort zu einem sehr beliebten Ziel für Wassersportler.
Kleine, ursprüngliche Fischerdörfer finden sich hier, die sich trotz der großen Hotelanlagen in näherer Umgebung ihren natürlichen Charme bewahrt haben und verträumt in der karibischen Sonne schlummern.
Eine Reise nach Kuba sollte mehr sein als einfach nur ein Badeurlaub. Landschaftlich hat diese Insel besonders den Natur- und Wanderfreunden viel Abwechslung zu bieten. Das idyllische Tal der Zuckermühlen, das Valle de los Ingenios, gehört zu den schönsten Teilen der Insel und eine Wanderung durch die teilweise noch unberührte Natur wird zu einem Erlebnis, das jedem Urlauber klar macht, dass dieses Land, übrigens einer der letzten sozialistisch regierten Staaten der Welt, mehr zu bieten hat als einen reinen Badeurlaub.
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