Indonesien
Die Republik Indonesien liegt im Indischen Ozean in Südasien. Sie ist der größte Inselstaat der Welt. Rund 17.500 Inseln gehören zu dieser Republik, von denen aber nur etwa 6.000 auch bewohnt sind. Allein rund die Hälfte der 240 Millionen Einwohner (das sind drei Mal so viele Menschen, wie in Deutschland leben) lebt auf Java. Dort befindet sich auch die Hauptstadt Jakarta, in der 18 Millionen Menschen leben (das ist etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung).
Ein Blick auf die Landkarte zeigt, über welch große Strecken sich diese Inseln verteilen. Auch kann man so erkennen, dass sogar ein Teil, nämlich West-Papua, die Westhälfte der Insel Neuguinea, in Ozeanien liegt. Im Norden folgen die Staaten Malaysia, Palau, Papua-Neuguinea, Philippinen, Osttimor und im Süden Australien. Zum indonesischen Staatsgebiet gehören die Großen Sundainseln, die Kleinen Sundainseln, die Molukken (Gewürzinseln) sowie West-Papua.
Fotografien aus diesem Land sind so vielfältig und bunt, wie die rund 300 verschiedenen Völker, die hier leben. Wunderschöne Bilder aus dem Regenwald, die den Orang-Utan zeigen, lassen das Herz aufgehen, während die Bilder aus der Tsunami-Region Aceh von 2004 eher bedrücken. Die Landschaften sind häufig von den Vulkanen geprägt, von denen einige noch aktiv sind und manche sogar von Touristen besucht werden dürfen. Es gibt Inseln mit vielen Hügeln und andere, die ganz flach sind.
Für einen ersten Besuch in Indonesien ist es sinnvoll, sich eine Insel als Reiseziel auszuwählen. Wenn Sie sich für Java entscheiden, dann landen Sie in Jakarta, der wimmelnden Hauptstadt dieser Republik. Wenn Sie diese Stadt erkunden wollen, dann sollten Sie dies bei Tag tun und sich an die sicheren Teile der Stadt halten.
Von Jakarta sollte ihr Weg Sie nach Yogyakarta führen. Diese Sonderregion des Landes ist ein eigenständiges Sultanat. Die Stadt ist für ihre Batikkunst bekannt. Außerdem gibt es hier wunderschöne Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören die atemberaubenden Tempelanlagen von Borobudur. Sie sind buddhistischen Ursprungs. Die pyramidenförmige Anlage stammt vermutlich aus dem Jahre 800. Da Buddhismus und Hinduismus gleichermaßen vertreten waren, gibt es auch eine hinduistische Tempelanlage. Sie besteht aus acht Haupttempeln und etwa 250 Einzeltempeln. Diese zwar ganz andere Bauweise ist aber nicht minder beeindruckend. Beide Anlagen gehören zum Weltkulturerbe der Unesco. Weitere kulturell interessante Orte auf Java sind Bandung, Cirebon und das Dieng-Plateau. Hier befinden sich etwa 400 hinduistische Tempel. Aber auch Strandtouristen kommen in Pangandaran auf ihre Kosten. Und für Naturtouristen empfiehlt sich eine geführte Tour über die erschlossenen Vulkane Bromo, Kawah Putih und Tankubanbrahu.
Sumatra ist die Insel, die man bereisen sollte, wenn man sich gern ein Stück der unberührten Natur ansehen möchte. Hier finden Sie einige Nationalparks, darunter den Komodo-Nationalpark, der sich über die Inseln Komodo, Rinca und Padar erstreckt. Hier lebt der endemische Komodowaran. Eine Begegnung mit dieser Echse werden Sie in ihrem Leben nicht vergessen. Und auch für Taucher ist in Indonesien Platz. In Manado, Nordsulawesi, und vor den Togian-Inseln finden sich ideale Bedingungen, um dem Tauchsport zu frönen. Und dann ist da ja auch noch Bali. Hier gibt es wunderschöne Landschaften wie Tulamben für Wracktaucher oder Lembongan Island für Ruhe Suchende. Es gibt zahlreiche Tempelanlagen oder den Wasserpalast von Karangasem bei Amoapura. Viele kulturelle und künstlerische Orte laden zum Verweilen ein. Sie sehen, wer Indonesien besucht, der kommt immer wieder, denn ständig gibt es neue Inseln zu erkunden.
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